FITNESS LOOPS · LEKTION 01

Gut vorbereitet in die Fitness Loops starten

Fitness Loops verbindet Parcoursarbeit, Fitnessgeräte und eine feine Kommunikation zwischen dir und deinem Hund. Ihr arbeitet mal dicht zusammen, mal auf Distanz. In dieser ersten Lektion lernst du das benötigte Material kennen und baust mit dem Handtouch eine wichtige Grundlage für die späteren Wege durch den Parcours auf.

FitnessLoops Parcours

Euer Trainingsziel

Du findest passende, sichere Plattformen. Dein Hund lernt, eine angebotene Hand freiwillig mit der Nase anzustupsen.

Zeit

Material in Ruhe vorbereiten; danach zwei bis vier kurze Handtouch-Einheiten von jeweils etwa ein bis zwei Minuten.

Das brauchst du

Kleine Futterstücke, Markersignal, zwei kleine rutschfeste Vorderpfoten-Targets, eine Ganzkörperplattform, ein bis zwei standsichere Pylonen und einen ebenen, rutschfesten Trainingsbereich.

1. Was sind Fitness Loops?

Fitness Loops ist eine Form der Parcoursarbeit. Du lenkst deinen Hund mit Körpersprache und vier Hörzeichen durch verschiedene Aufgaben an Fitnessgeräten. Dabei wechseln sich Übungen nah bei dir und Aufgaben auf Distanz ab. Wichtig sind nicht Tempo oder spektakuläre Höhen, sondern kontrollierte Bewegungen, klare Signale und die Freude an der Zusammenarbeit.

2. Grundausstattung für zu Hause

Für kleine Übungsfolgen sind zwei kleine Plattformen und eine größere Plattform sinnvoll. Ergänzend können ein bis zwei Pylonen eingesetzt werden. Für größere Hunde eignen sich gegebenenfalls stabile Eimer oder geeignete Blumentöpfe – sofern sie nicht kippen und keine scharfen Kanten besitzen.

FitnessLoops Plattform

Beispiel einer Plattform für ein Vorderpfoten-Target. Beide Vorderpfoten sollen bequem Platz finden.

FitnessLoops Podest

Eine größere, stabile Plattform bietet dem Hund im entspannten Stand rundum Platz.

Produktbeispiel: Das WoodDog Obedience Target ist in 20 × 20, 30 × 30 und 40 × 40 cm erhältlich.

Die kleinen Targets sind je nach Hund etwa 20 × 20 cm, 30 × 30 cm oder 40 × 40 cm groß. Die Ganzkörperplattform sollte den Hund entspannt aufnehmen und ungefähr 5 cm länger und breiter als er sein.

3. Kaufen, selbst bauen oder sicher improvisieren

Fertige Trainingsplattformen gibt es im Fachhandel. Eine günstige Eigenbauvariante kann aus einer stabilen Holzplatte und niedrigen Kanthölzern entstehen. Fest verklebter Teppich oder eine Antivibrationsmatte verbessert die Trittsicherheit.

Ein niedriges Holztablett kann als kleine Plattform dienen, wenn es groß genug, tragfähig, rutschfest und kippsicher ist. Störende Ränder müssen entfernt oder zuverlässig gesichert werden. Die Bezugsperson steigt nicht darauf; bei schweren oder dynamischen Hunden ist eine belastbarere Plattform erforderlich.
Wichtig: Bilder mit gestapelten Plattformen zeigen nur unterschiedliche Größen. Bitte Plattformen zu Hause nicht ungesichert zu einer Treppe oder einem Turm stapeln.

4. Vor dem Training: Geräte prüfen

• Alle Geräte stehen eben, fest und kippsicher.

• Oberflächen sind rutschfest, sauber und frei von Splittern oder scharfen Kanten.

• Zwischen den Geräten bleibt genug Platz für Wendungen und sicheres Absteigen.

• Höhen und Abstände passen zu Größe, Alter, Körperbau und Trainingsstand deines Hundes.

• Dein Hund wird weder auf ein Gerät gehoben noch durch Zug oder Druck in eine Position gebracht.

• Bei Schmerzen, auffälliger Bewegung, Unsicherheit oder Müdigkeit wird pausiert.

• Bei gesundheitlichen Einschränkungen wird das Training vorab tierärztlich oder physiotherapeutisch abgestimmt.

5. Den Handtouch als Grundlage aufbauen

Beim Handtouch stupst dein Hund deine angebotene Hand mit der Nase an. Das hilft später, Wege und Positionen freundlich und verständlich vorzubereiten.

1. Halte mehrere kleine Futterstücke in einer Hand. Das ist die Futterhand.
2. Biete die andere, leere Hand ruhig und gut erreichbar an.
3. Berührt die Hundenase die angebotene Hand, markierst du genau diesen Moment mit „Tick“.
4. Lege ein Futterstück aus der Futterhand in die gerade angestupste Hand.
5. Füttere aus der angestupsten Hand und beginne danach eine neue Wiederholung.

6. Freundlich mit anderen Angeboten umgehen

Pföteln, Hinsetzen, Lecken oder andere Versuche werden nicht mit „Nein“ kommentiert. Markerwort und Belohnung gibt es ausschließlich für die Nasenberührung. Wenn dein Hund die Aufgabe noch nicht versteht, bietest du die Hand näher, seitlich und ganz ruhig an. So bleibt das Lernen freiwillig und dein Hund behält Freude an der Aufgabe.

7. Die Übung langsam steigern

• Die Hand wenige Zentimeter weiter links oder rechts anbieten.
• Die Höhe nur innerhalb einer bequemen, natürlichen Bewegung verändern.
• Einen einzelnen Schritt zur Touch-Hand einbauen.
• Die Distanz kleinschrittig vergrößern.
• Erst an einem zweiten ruhigen Ort üben, dann den Handtouch mit Geräten verbinden.

Häufige Schwierigkeiten – und was hilft

Direkt zur Futterhand: Halte die Futterhand ruhig am Körper und füttere immer über die Touch-Hand.

Pföteln: Nimm die Hand kurz weg, biete sie neu an und markiere nur die Nasenberührung.

Hektik: Verkürze die Einheit, wiederhole weniger, füttere ruhiger und wähle gegebenenfalls weniger aufregendes Futter.

Zurückweichen: Gib mehr Raum, biete die Hand seitlich an und verstärke freiwillige Annäherung in kleinen Schritten.

Interesse verloren: Erleichtere die Aufgabe, wähle eine attraktivere Belohnung und beende das Training nach einem Erfolg.

Sicherheit und Fairness gehen vor

Fitnessarbeit bleibt kontrolliert, freiwillig und schmerzfrei. Zu Beginn zählen Sicherheit und Verständnis – nicht Geschwindigkeit, Höhe oder enge Wendungen. Passe Material, Abstände und Wiederholungen an deinen Hund und seine Tagesform an. Der Handtouch dient als Orientierung; die Hand wird nicht zum Drücken, Schieben oder Ziehen eingesetzt. Kurze Einheiten und regelmäßige Pausen erhalten Konzentration und Bewegungsfreude.

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